Depression essstörung tipps für erkrankte

Merry Crisis! Mit einer psychischen Erkrankung durch die Feiertage

Für alle die Weihnachten feiern und psychisch erkrankt sind könnten die kommenden Wochen tough werden. Wie man trotzdem gut durch die Feiertage kommt, vor allem wenn man Weihnachten mit der Familie verbringt, habe ich in einem kleinen Survival-Guide für dich zusammengefasst.

  • Nicht alles ist Weihnachten, auch wenn es sich gerade so anfühlt. Suche dir Aktivitäten, die nichts mit Weihnachten zu tun haben. Zum Beispiel: Ein Museums- oder Theaterbesuch. Spaziergänge können helfen Stress und Verspannungen zu lösen. Keep in mind: Auch diese Zeit geht vorbei. Und dann beginnt ein neues Jahr.
  • Look back: Was hat dir an den vergangenen Weihnachtsfeiertagen geholfen und was eher nicht? Gab es Menschen, Aktivitäten oder Situationen, die dich negativ oder positiv beeinflusst haben? Kannst Du ein Muster erkennen? Gehe diesem Muster auf den Grund. Versuche davon zu profitieren. Das muss nicht unbedingt Vermeidung bedeuten, stattdessen kann es helfen mit Situationen anders umzugehen, sich mehr Verständnis entgegenzubringen und gut auf sich Acht zu geben.
  • Wenn Du über Weihnachten zu Deiner Familie fährst, stell dir vorher einen Notfallkoffer zusammen. Was fühlt sich für Dich nach zu Hause an? Was brauchst Du um Dich gut zu fühlen? Das können Duftöle sein, Skills (die Du im besten Fall ohnehin immer dabei hast), ein Kuscheltier oder eine Decke, Dein Lieblingsfilm, eine comforting Playlist oder, oder, oder. Wenn Du Medikamente nimmst: Vergiss nicht deinen Vorrat vor den Feiertagen aufzustocken, die Medikamente einzupacken und sie einzunehmen!
  • Manage your energy: Versuche dir deine Energie gut einzuteilen und achte darauf, was deine Batterie auf- und entlädt. Du musst nicht auf jeder Weihnachtsfeier tanzen! Schaffe Zeiträume, in denen du deine Batterie wieder aufladen kannst. Rückzugsorte sind wichtig, ebenso wie Zeit mit dir selbst. Versuche diese (wenigen) Freiräume mit Dingen zu füllen, die dir gut tun: Ein Bad nehmen, ein Buch lesen, einen Podcast hören. It’s called self care.
  • Find a safe space: A propos Rückszugsort. Finde einen Raum für dich, in dem du du selbst sein kannst. Am besten ist das ein physischer Ort, an dem du nur für dich bist. Wenn das nicht möglich ist, können auch Imaginationsübungen (z.B. der „sichere Ort“) oder ein virtueller Raum helfen. Soziale Netzwerke sind nicht unproblematisch, können in einer solchen, besonderen Situation aber ein safe space sein, wenn du dich dort mit User*innen umgibst, die dir gut tun.
  • Lege vorher fest, wen du 24/7 erreichen kannst, wenn es schwierig wird. Am besten suchst du dir eine Vertrauensperson, die gerade nicht in deinem näheren Umfeld ist. Habe seine*ihre Nummer stets griffbereit, zum Beispiel in deinem Notfallkoffer. Alternativ kannst du auch eine WhatsApp-Gruppe mit Freund*innen gründen, in der du dich über Weihnachten, Familie und Co. auskotzen kannst. #sorrynotsorry
  • Sei ehrlich zu deinen Freund*innen und Angehörigen. Wie fühlst du dich? Wie geht es dir gerade? Was funktioniert für dich nicht und warum? Communication is key. Das bedeutet auch: So früh wie möglich traditionelle Termine oder Weihnachtsessen absagen, von denen du nicht das Gefühl hast sie managen zu können. Don’t be afraid to ask for support. Basis dafür ist natürlich eine verständnisvolle Familie.
  • Mach eigene Pläne. Was tut dir gut? Wie würdest du die Feiertage gestalten, wenn du freie Hand hättest? Versuche so viel wie möglich davon umzusetzen, lerne dich abzugrenzen und versuche dich von dem Druck freizumachen, es wäre deine Pflicht auf jeder Weihnachtsfeier zu tanzen. Mache die Feiertage zu deinem, indem du eigene Aktivitäten planst. Das kann zum Beispiel ein Kinobesuch oder ein Date mit Freund*innen sein, während die Familie den alljährlichen Weihnachtsspaziergang macht oder in die Kirche geht.
  • Es ist Deine Entscheidung mit wem du Weihnachten verbringst. Im Zweifelsfall kann das auch heißen der Familie abzusagen. Was immer sich nicht richtig oder sogar toxisch anfühlt, musst Du Dir nicht antun. Don’t forget: Du hast das Recht die Feiertage für Dich angenehm und schön zu gestalten!
    Und jetzt: Merry Crisis & a Happy New Fear! ❤
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