tipps für erkrankte

„Willst du das WIRKLICH noch essen?!“ – Tipps zum Umgang mit Bodyshaming

Gerade zur Weihnachtszeit kommen die wenigsten Tischgespräche in der Familie ohne Bodyshaming aus. Wer kennt es nicht? „Du hast aber zugenommen!“, meint Tante Andrea ganz genau zu wissen und fragt mit hochgezogener Augenbraue ob du DAS wirklich noch essen willst. Bodyshaming – das bedeutet, Menschen aufgrund ihres Körpers – wortwörtlich – zu beschämen. Was du dagegen tun kannst, habe ich in diesem Post zusammengefasst. 

 

  • Dein Gewicht und dein Essverhalten sind niemandes Business. Dass Tante Andrea keine Aktien an deinem Körper hat, kannst du ihr genau so kommunizieren, denn häufig kommen andere eher nicht von selber drauf. Das kannst du ganz elegant lösen, in dem du zum Beispiel sagst: „Wenn du fragst, ob ich DAS wirklich noch essen will, gibt mir das das Gefühl, dass ich zu viel esse. Dabei geht es niemanden etwas an, wie viel ich esse. Fragen wie diese machen mich traurig/wütend. Ich würde mir wünschen, dass du mein Essverhalten nicht mehr kommentierst.“
  • Es ist nicht deine Aufgabe deine Familienmitglieder dahingehend zu erziehen, dass sie weniger bodyshamen. Wenn du trotzdem Kraft und Muse findest: Versuche ihnen zu erklären, warum sie keine Aktien an anderer Leute Körper haben, was ihre Kommentare anrichten können und warum sie verletzend sind.
  • Bodyshaming ist unhöflich, verletzend und übergriffig. Du hast allen Grund dich darüber aufzuregen. It’s your turn now. Du darfst wütend sein und du darfst es auch zeigen. Nur so setzt du klare Grenzen.
  • Don’t let it get to you. Was weiß Tante Andrea von dir und deinem Körper? Gar nichts. Es ist nie okay, jemand anderes Körper zu kommentieren, aber du kannst entscheiden, wie du damit umgehst. Versuche dich von der Negativität der anderen abzugrenzen und sei dir darüber im Klaren, wie großartig es ist, soft zu sich selbst zu sein. Es ist nichts falsch an dir. Egal, wer dir das einreden will.
  • Steige nicht auf den Bodyshame-Zug auf. Wenn es dir eh schon nicht gut geht und du dann einen Kommentar zu deinem Körper abbekommst, kann es schnell passieren, dass du in die Schiene rutschst: „Recht hat Tante Andrea, ich bin eh viel zu XY!“ – Don’t let them get you down! Versuche etwas dagegenzusetzen. Vielleicht machst du eine Liste, mit allem, was du an dir schön findest oder noch besser: Mit allem, was du gut kannst und was nichts mit deinem Körper zu tun hat. Du bist viel mehr als dein Körper. Dein Körper definiert dich nicht.
  • Überlege dir, inwieweit es sich lohnt sich mit der bodyshamenden Person auseinanderzusetzen. Hast du sie schon mehrmals auf ihr Fehlverhalten hingewiesen? Schafft die Person nicht ihr Verhalten zu reflektieren? Dann versuche sie beim nächsten Mal einfach zu ignorieren. Don’t waste your energy. Spar sie dir lieber für Self Care auf.
  • A propos: Take care of yourself. Je mehr du bei dir bist, desto weniger können Kommentare wie oben genannte dich umhauen. Deshalb: Sei extra soft und gut zu dir selbst. Zum Beispiel indem du etwas machst, was dir besonders gut tut. Ein Bad nehmen vielleicht oder deinen Lieblingspodcast hören.
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